Bischöfliches Generalvikariat Osnabrück
Referat Freiwillige Soziale Dienste
Ann-Cathrin Röttger
Domhof 12
49074 Osnabrück
Telefon: 0541 / 318 - 235
Telefax: 0541 / 318 - 213
E-Mail: A.roettger@bistum-os.de
Erfahrungsberichte
Im Folgenden erzählen zwei FSJler von ihren Eindrücken und Erfahrungen im Freiwilligen Sozialen Jahr.
Bericht von Laura
Laura macht ihr FSJ-Jahr bei der Katholischen Landjugendbewegung im Bistum Osnabrück. Sie ist dort im Bereich der Kurs- und Seminararbeit für Jugendliche und junge Erwachsene.
wollte Laura - und entschied sich
nach der Schule für ein FSJ
Quelle: Caritas
"Nach 13 Jahren Schule ins "echte Leben" durchstarten, wo ich dann nach dem Studium in meinem Traumjob mit vielen verschiedenen
Menschen arbeiten kann - soweit so gut. Aber wie der Traumjob genau aussehen sollte, dass wusste ich zum Ende der Schulzeit
noch nicht so genau.
In meiner Freizeit arbeite ich schon seit Jahren als Jugendleiterin gerne mit Kindern und Jugendlichen zusammen und auch für
meine berufliche Zukunft kann ich mir diesen Bereich nach wie vor gut vorstellen. Ein Freiwilliges Soziales Jahr in einer
Einsatzstelle bei der man viele neue Eindrücke im Bereich Jugendarbeit gewinnen kann und die Möglichkeit zur beruflichen Orientierung
hat, erschien mir da genau das Richtige. Nun arbeite ich seit dem 1.September 2009 bei der Katholischen Landjugendbewegung
im Bistum Osnabrück und mache mein FSJ im Bereich der Kurs- und Seminararbeit für Jugendliche und Junge Erwachsene.
Aber nicht nur über die Durchführung, Vor- und Nachbereitung von Seminaren und Kursen (wozu auch Flyer erstellen, Methodenentwicklung und Verwaltungsarbeit gehören), sondern vor allem über sich selbst lernt man in diesem Jahr
viel, wie ich in den ersten drei Monaten schon feststellen konnte.
Täglich steht man neuen Aufgaben gegenüber oder lernt neue Menschen mit ihren jeweiligen Lebensgeschichten kennen. Man lernt
offener auf Menschen zuzugehen und über seinen eigenen Schatten zu springen. Nerven behalten bei komplizierteren Aufgaben
und sich mit Dingen auseinandersetzen, denen man sich sonst vielleicht eher nicht gewachsen fühlt. Sich ausprobieren und neue
Erfahrungen sammeln. Rückmeldung für seine Arbeit von den Kollegen/innen bekommen und zwar nicht in Form von Noten, sondern
rückenstärkend und so, dass man für die Zukunft viel neues, oft auch ganz praxisbezogenes, Wissen mitnehmen kann - all das
konnte ich bis jetzt in meinem FSJ erleben.
Zusammen mit 26 anderen FSJlerInnen bin ich auf den insgesamt fünf Seminaren in einer Seminargruppe. Schon beim ersten Seminar
hatten wir eine Menge Spaß und es ist eine tolle, vertrauenswürdige Gruppenatmosphäre entstanden, so dass jede/r weiß wo sie
/ er Hilfe und Unterstützung bekommen kann.
Ich habe ein gutes Gefühl, dass ich nach diesem Jahr sagen kann, meinen Weg gefunden zu haben und ich bin jetzt schon sehr
dankbar für all die Erfahrungen, die ich bei meinem FSJ bei der KLJB machen darf."
Bericht von Jan
Jan leistet sein FSJ-Jahr in der Integrativen Kindertagesstätte St. Josef.
nach der Schule - und fand
die Antwort in einem FSJ
Quelle: Caritas
"Was kommt nun? Diese Frage stellte ich mir, als ich nach 13 Jahren Schule mein Abitur gemacht habe. Ausbildung? Studium?
Und vor allem was genau? Meine Entscheidung war es, ein Freiwilliges Soziales Jahr zu machen, um mich für meine Zukunft weiter
zu orientieren. Da ich Bereits in meiner Freizeit in der Jugendarbeit tätig bin und mit Kindern und Jugendlichen von sechs
bis 14 Jahren arbeite, wollte ich unbedingt mit jüngeren arbeiten. Was gibt es da besseres als einen Kindergarten.
Nun mache ich bereits seit dem 1.August 2009 mein FSJ in der Integrativen Kindertagesstätte St. Josef. Hier mache ich nicht
nur "Hilfsarbeiten", sondern werde als volle Arbeitskraft angesehen. Somit habe ich ein breites Aufgabenfeld. Vom spielen,
über das gemeinsame basteln, beobachten und im folgenden das bewerten des Entwicklungsstandes.
Aber nicht nur die Arbeit an sich ist schon nach kurzer Zeit die Erfahrung wert gewesen. Auch auf den Seminaren wächst man
stetig. Nicht nur in die Gruppe herein, sondern auch über sich hinaus. Dort sind wir ca. 30 FSJler pro Gruppe. Die insgesamt fünf Seminare bieten mir nicht nur Orientierung für mich, sondern auch eine menge Spaß.
Das war mir bereits nach dem ersten Seminar klar.
Doch neben dem Spaß steht die Arbeit an uns selber. Im Einsatzstellenaustausch, in dem wir in Kleingruppen über die verschiedensten
Einsatzstellen berichten, haben wir die Möglichkeit über unsere Erwartungen an das FSJ zu berichten und uns für die Zukunft
zu Orientieren. Zudem haben wir hier bei Problemen in der Einsatzstelle, hier die Möglichkeit darüber zu berichten.
Ja die Entscheidung, ein FSJ zu machen, war die richtige! Dessen bin ich mir sicher und ich freue mich bereits jetzt auf die
restliche zeit meines FSJs."
