Der Szenenwechsel
Im südlichen Emsland, in der Grafschaft Bentheim sowie in Ostfriesland öffnet der „Szenenwechsel“ jedes Jahr Jugendlichen
die Türen zu sozialen Einrichtungen. Er wird organisiert vom Diakonischen Werk der Evangelisch-reformierten Kirche mit Sitz
in Leer, der Arbeitsstelle Freiwilligendienste des Bistums Osnabrück und dem Caritasverband für die Diözese Osnabrück sowie
von den Diakonischen Werken der evangelisch-lutherischen Kirchenkreise Lingen/Bentheim und Leer.
Jobben statt faulenzen
"Szenenwechsel" 2010: Mehr als 70 Schüler in den Ferien aktiv
Nordhorn, 30. März 2010. Anstatt faul ihre Ferien zu genießen, haben Jugendliche eine Woche in Berufsalltage gewechselt. Sie
haben sich in Kindergärten um die ganz Kleinen, in der Justizvollzugsanstalt und Straffällige oder im Seniorenzentrum um alte
Menschen gekümmert. Jetzt haben mehr als 70 "Szenenwechsler" im Kloster Frenswegen den Abschluss eines besonderen Projekts
gefeiert.
Den Blick über den eigenen Tellerrand, die Erfahrung, eine sinnvolle Arbeit zu tun und der Kontakt zu Menschen in sozialen
Einrichtungen - diese Eindrücke waren für Anna-Lena Boker bleibend. Die 15-Jährige verbrachte die Woche in einem Kindergarten
in Lingen. „Es war anstrengend“, sagt sie. „Aber es hat sich gelohnt: Jetzt weiß ich, dass es später auch etwas für mich ist.“
Außerdem könne sie das Zeugnis gut für spätere Bewerbungen nutzen.
Die Jugendlichen aus dem Emsland, Ostfriesland und der Grafschaft Bentheim haben im Kloster Frenswegen mit Imrpovisationstheater,
Trommel-, Sandstein- und Podcast-Kursen und einem gemeinsamen Rückblick auf die Woche den Abschluss gefeiert.
„Ich fand es toll, dass sich die Jugendlichen in ihren Osterferien die Zeit genommen haben, in den sozialen Bereich hineinzuschauen“,
sagt Matthias Lemper von der Arbeitsstelle Freiwilligendienst im Bistum Osnabrück. „Es ist schön zu sehen, dass Jugendliche,
die oft als orientierungslos und motivationsarm dargestellt werden, ihre Zukunft selbst in die Hand nehmen und sich umschauen,
was sie nach der Schule machen wollen.“
_v350_sa.jpg)
